Kompatibilität mit dem CRM

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INHALT:  Einführung |  Ziele |  Anwendungsbereich |  Kompatibilität |  Angewandte Form und Syntax |  Modellierungsprinzipien |  Beispiele |  Hierarchien der Klassen & Eigenschaften


Aus Sicht des CRM gibt es keine Kompatibilitätsbeschränkungen zu existierenden Datenstrukturen. Anwender, die beabsichtigen, von der durch das CRM angebotenen semantischen Interoperabilität zu profitieren, können dies auf zweierlei Weise:

  • Daten aus unterschiedlichen Quellen zu assoziieren, um in integrierten Umgebung auf sie zuzugreifen.
  • Daten ohne Bedeutungsverlust in andere Zielsysteme zu transportieren.

In diesem Sinn ist es nicht notwendig, dass die Dokumentationsstrukturen des Anwenders in ihrer Gänze mit dem CRM übereinstimmen. Genauso wenig muss ein Anwender immer alle im CRM verwendeten Begriffe/Konzepte und Assoziationen implementieren. Viel mehr zielt das CRM darauf ab, Erweiterungen aller Art zuzulassen, um dem semantischen Reichtum kultureller Information gerecht zu werden, dennoch erlaubt das CRM ebenfalls die Vereinfachung von Informationsstrukturen.

Zusätzlich ist das CRM ein Werkzeug zur Interpretation strukturierter Informationen, um komplexe Dateninhalte automatisch zu transformieren oder zu vermitteln (mediate). In der Konsequenz zielt das CRM nicht darauf ab, freie Textinformation in eine formale logische Form zu pressen. Das CRM sieht allerdings Assoziationen vor, um solche Informationen in Beziehung zu strukturierter Information zu setzen. Das CRM ist eine formale Ontologie, die in Begriffen der Logik oder einer passenden Wissens-Darstellungs-Sprache (knowledge representation language) ausgedrückt werden kann. Die Begriffe und Konzepte des CRM können als ein Satz von Anweisungen verstanden werden, die die angenommene Realität in Bezug zu einem strukturierten Dokument modellieren. Jedes Verschlüsseln von CRM Instanzen in eine formale Sprache, die die Beziehungen zu den CRM Klassen, CRM Eigenschaften und CRM Vererbungsregeln befolgt, ist eine CRM kompatible Form.

Eine Dokumentationsstruktur ist mit dem CRM kompatibel, wenn ein deterministischer logischer Algorithmus gefunden werden kann, der alle Daten der Ausgangsstruktur richtig verschlüsselt und ohne Bedeutungsverlust in eine CRM kompatible Form transformiert. Über die Natur des Algorithmus werden keine Annahmen getroffen. Der Algorithmus kann sich aber auch auf andere formale Ontologien beziehen, die Hintergrundwissen ausdrücken wie Thesauren. Der Algorithmus selbst kann nur gefunden und intellektuell überprüft werden, indem die vom Entwickler beabsichtige Bedeutung der Datenstruktur und der entsprechenden CRM Begriffe und Konzepte verstanden werden.

Wenn gewisse Unterklassen und -eigenschaften des CRM von der Ausgangstruktur nicht unterstützt werden, so bedeutet dies nicht eine Einengung oder gar einen Verlust der CRM Kompatibilität.

Vorteile, die aus der Kompatibilität resultieren:

  • Durch die Erstellung kompatibler Datenstrukturen kann das CRM auch als ein Exportformat zwischen unterschiedlichen Systemen genutzt werden.
  • Eine weitere Form der Anwendung ist der Zugriff auf Daten unter Verwendung von CRM Begriffen oder Konzepten im Zuge von Abfragen (Queries; Retrievals).
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