Anwendungsbereich

Aus CIDOC-CRM

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INHALT:  Einführung |  Ziele |  Anwendungsbereich |  Kompatibilität |  Angewandte Form und Syntax |  Modellierungsprinzipien |  Beispiele |  Hierarchien der Klassen & Eigenschaften


Der allgemeine Anwendungsbereich des CIDOC CRM kann in einfachen Worten als das von Museen "betreute Wissen" zusammengefasst werden.

Allerdings kann eine detailliertere und geeignetere Definition formuliert werden, indem beides, der Beabsichtigte Anwendungsbereich und der Praktische Anwendungsbereich definiert werden. Der Beabsichtigte Anwendungsbereich folgt aus einer weiten und so umfassend wie möglichen Definition allgemeiner Anwendungsprinzipien. Dagegen wird der Praktische Anwendungsbereich durch die zusammengefassten Anwendungsbereiche einer Reihe von Referenzwerken über bestimmte wohldefinierte museale Dokumentationsstandards und Praktiken ausgedrückt, die das CRM beinhalten möchte, allerdings unter der Beschränkung auf nur die Teile, die gleichzeitig auch unter den Beabsichtigten Anwendungsbereich des CRM fallen.

Der Beabsichtigte Anwendungsbereich des CRM kann definiert werden als die Gesamtheit der Informationen, die für den Austausch und die Integration heterogener wissenschaftlicher Dokumentationen von Museumssammlungen benötigt werden. Diese Definition erfordert weitere Abklärung:

  • Der Begriff "wissenschaftliche Dokumentation" soll die Anforderung vermitteln, dass die Tiefe und Qualität von deskriptiven Informationen, die das CRM behandeln kann, ausreichend für ernsthafte akademische Forschung sein sollte. Das heißt nicht, dass Information, die zur Darstellung für die breite Öffentlichkeit bestimmt ist, ausgeschlossen wird, sondern dass das CRM darauf abzielt, den Detailierungsgrad und die begriffliche Präzision zu liefern, die von Spezialisten in der musealen Praxis und Forschung erwartet und benötigt wird.
  • Der Begriff "Museumssammlung" soll alle Arten von Dingen abdecken, die Museen und ähnliche Institutionen, entsprechend der ICOM-Definition<ref>Die ICOM Statuten bieten eine Definition des Begriffs "Museum" unter http://icom.museum/statutes.html#2 an</ref>, sammeln und ausstellen. Dies schließt Sammlungen, Stätten und Denkmäler mit ein, die für Disziplinen wie Sozialgeschichte, Ethnographie, Archäologie, Kunstgeschichte und Moderne Künste, Naturgeschichte, sowie Wissenschafts- und Technikgeschichte relevant sind.
  • Die Dokumentation von Sammlungen umfasst detaillierte Beschreibungen individueller Gegenstände in einer Sammlung, Gruppen von Gegenständen als Sammlungseinheiten und Sammlungen als ein Ganzes. Das CRM beabsichtigt insbesondere Kontextinformation abzudecken: Angaben zum geschichtlichen, geographischen und wissenschaftlich-theoretischen Hintergrund, der einen wesentlichen Teil der kulturellen Relevanz der einzelnen Sammlungseinheiten ausmacht.
  • Der Austausch relevanter Information von Museen mit Bibliotheken und Archiven und die Harmonisierung des CRM mit deren Datenmodellen fallen unter den Beabsichtigten Anwendungsbereich des CRM.
  • Information, die alleine zur Verwaltung und zum Betrieb kultureller Institutionen benötigt wird, wie zum Beispiel personal- oder abrechnungsbezogene Daten, Besucherstatistiken fällt nicht in den Beabsichtigten Anwendungsbereich des CRM.

Der Praktische Anwendungsbereich<ref>Der praktische Anwendungsbereich des CIDOC-CRM, zusammen mit einer Liste relevanter Dokumentationsstandards der Museen wird ausführlicher auf der CIDOC-CRM Webseite unter http://cidoc.ics.forth.gr/scope.html dargestellt</ref> des CRM wird in Begriffen gängiger Standardreferenzwerke ausgedrückt, die als Leitfaden zur Entwicklung und Überprüfung des CRM gedient haben. Das CRM deckt denselben Arbeits- und Wissensbereich ab wie die Vereinigung dieser Referenzwerke; das heißt, dass Daten, die nach Maßgabe dieser Standardwerke formatiert wurden, in eine CRM-kompatible Ausdrucksform gebracht werden können, die denselben Sinn vermittelt.


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